Diana zur Löwen sitzt mit aufgeklapptem Laptop am Tisch und lächelt in die Kamera
Artem Presse

Diana zur Löwen im Interview: Was sie bei „Höhle der Löwen“ gelernt hat

2022 entschied Diana zur Löwen bei "Die Höhle der Löwen" noch mit darüber, welche Start-ups ein Investment bekommen. Jetzt musste sie selbst überzeugen: Sie stellte ihre Zahnpflegemarke Artem vor. Uns verriet sie, wie sie bei der Gründung vorgegangen ist.

Du bist als Influencerin, Investorin und Unternehmerin schon lange in der Start-up-Welt unterwegs. Warum wolltest du jetzt selbst noch einmal ein Unternehmen von Grund auf mit aufbauen – und warum ausgerechnet im Bereich Zahnpflege?

Diana zur Löwen: Ich wollte tatsächlich ganz bewusst im Zahnpflegebereich gründen, weil ich selbst schon sehr jung Probleme mit meinen Zähnen und vor allem mit meinem Zahnfleisch hatte. Das hat mich total verunsichert und ich habe mich damit auch ein bisschen hilflos gefühlt. Gleichzeitig habe ich früh gemerkt, wie wichtig gesunde Zähne für ein langes, gesundes Leben sind. Irgendwann habe ich mich gefragt: Warum haben wir alle eine lange Hautpflegeroutine, beschäftigen uns intensiv mit den Inhaltsstoffen unserer Cremes und Seren, benutzen aber gefühlt alle immer die gleiche Zahnpasta und schauen gar nicht so genau darauf, was eigentlich drin ist? Daraus ist schließlich die Idee für Artem entstanden.

Die meisten denken bei Zahnpflege zunächst an ein schönes Lächeln. Warum ist Mundgesundheit aus deiner Sicht ein viel größeres Thema?

Mundgesundheit und ganzheitliche Gesundheit gehören eng zusammen. Es gibt immer mehr Studien, die Zusammenhänge zwischen Mundgesundheit und Erkrankungen wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen untersuchen. Deshalb sollte man Mundgesundheit wirklich nicht isoliert betrachten, sondern als Teil ganzheitlicher Gesundheitsvorsorge mitdenken.

Du hast Artem gemeinsam mit Rebecca Linneweber und Julia von Wolff gegründet. Wie habt ihr euch als Gründerinnenteam gefunden?

Rebecca habe ich tatsächlich über LinkedIn gefunden. Ich hatte dort eine Stellenausschreibung gepostet und so sind wir zusammengekommen. Dann haben wir den Content von Julia gesehen. Sie ist Zahnärztin und hat eine eigene Praxis, und für uns war sofort klar: Sie ist das perfekte Match für uns.
Diana zur Löwen, Julia von Wolff und Rebecca Linneweber (v.l.) sind die Gründerinnen von Artem Care
Diana zur Löwen, Julia von Wolff und Rebecca Linneweber (v.l.) sind die Gründerinnen von Artem Care

Ihr wollt mit Artem ja nicht einfach nur die nächste Zahnpasta auf den Markt bringen. Was wollt ihr bei der täglichen Zahnpflege anders machen?

Ich finde, wir sollten viel stärker darauf achten, was eigentlich in unserer Zahnpasta steckt. Bei unserer Hautpflege kennen wir inzwischen Inhaltsstoffe wie Retinol ganz genau, aber kaum jemand weiß, was zum Beispiel Hydroxylapatit oder Arginin für unsere Zähne bedeuten können. Genau dieses Bewusstsein wollen wir schaffen. Für mich ist aber auch die Routine entscheidend. Es bringt nichts, die besten Produkte zu haben, wenn man sie nicht regelmäßig benutzt. Gerade Zahnseide sollte wirklich jeden Tag dazugehören. Gleichzeitig spielen natürlich auch die richtigen Tools und Inhaltsstoffe eine Rolle.

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2022 saßt du bei „Die Höhle der Löwen“ noch selbst auf einem der Investoren-Sessel. Jetzt standest du plötzlich auf der anderen Seite und musstest dein eigenes Unternehmen pitchen. Wie hat sich das angefühlt?

Es hat unglaublich viel Spaß gemacht, vor den Löwen zu pitchen. Ich bin persönlich ein großer Fan von allen Löwen und auch immer noch von der Fernsehsendung. Deshalb war es ein tolles Gefühl, wieder zurückzukommen – diesmal eben als Gründerin – und den Löwen zu zeigen, woran wir gearbeitet haben. Was ich aus meiner Zeit als Löwin mitgenommen habe, ist, wie wichtig Selbstbewusstsein ist und dass man wirklich hinter seinen Produkten stehen muss. Passion ist für mich das Wichtigste, denn die kommt einfach rüber – egal, ob bei den Löwen oder später beim Publikum vor dem Fernseher.

Im Studio wird ja nicht nur über die Idee gesprochen, sondern ziemlich schnell über Zahlen, Unternehmensbewertung und Anteile. Wie nervös wart ihr vor diesen Fragen – und gab es einen Moment, in dem ihr besonders ins Schwitzen gekommen seid?

Wir waren teilweise schon wirklich sehr, sehr nervös. Man weiß natürlich, dass sehr konkrete Fragen kommen können und man seine Zahlen kennen muss. Auch wenn am Ende kein Deal zustande kam, war es für uns eine sehr spannende Erfahrung.

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© Marcus Witte
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