Junge Frau schaut zur Seite, hinter ihr sieht man eine Außenjalousie, die mit Graffity besprüht wurde
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Du möchtest reich werden? Warum deine 20er-Jahre so wichtig sind

Warum frühes Investieren zwischen 20 und 30 so viel ausmacht - und wie du davon profitierst - rechnen wir dir vor!

Die 20er gelten als das Jahrzehnt der Freiheit. Erste Jobs, erste Wohnung, Reisen, Mode und ein Gehalt, das irgendwie nicht zu den Wünschen passt. Bleibt da noch so viel Potenzial, zu sparen und Geld anzulegen? Die gute Nachricht ist: Wer früh anfängt, muss gar nicht so viel tun. Der stärkste Hebel überhaupt ist nämlich der Zinseszinseffekt. Und der arbeitet nicht linear, sondern exponentiell. Investierst du also in eine der unkompliziertesten Anlageformen, einen ETF, kannst du über einen Sparplan – den du im Laufe der Jahre erhöhen kannst – ganz bequem in deine finanzielle Freiheit investieren.

Warum Zeit an der Börse wichtiger ist als der perfekte Einstiegszeitpunkt

Der ideale Moment für den Einstieg ist bei Aktien, ETFs und Fonds kaum planbar. Natürlich klingt Buy the Dip verlockend, also genau dann zu investieren, wenn die Kurse gefallen sind. In der Realität gelingt das jedoch selbst erfahrenen Anleger:innen nicht immer. Studien und historische Marktdaten zeigen jedoch: Wer über einen langen Zeitraum investiert, erzielt oft selbst dann solide Renditen, wenn der Einstieg ausgerechnet auf einem damaligen Allzeithoch erfolgte. Entscheidend ist weniger der perfekte Zeitpunkt als die Zeit im Markt. Denn breit gestreute Aktienmärkte haben sich nach Krisen, Rückschlägen und Rekordständen historisch immer wieder weiter nach oben entwickelt.

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Warum ETFs für viele Anleger:innen der einfachste Weg sind

KI-Hype, Quantencomputing, Gold – es geistern so viele Hypes durch die Social-Media-Kanäle, dass viele Anfänger:innen verunsichert sind, was wirklich in Zukunft Bestand haben wird. Und dann sind da ja noch die Kryptowährungen. Und welchen Empfehlungen vertraut man bei der Auswahl einer Aktie oder eines ETFs? Schließlich wissen zumindest auf Youtube nahezu alle Finfluencer, wie man sein Geld in kürzester Zeit vervielfacht.

Gerade in den 20ern wirkt schnelles Geld verlockend. Doch ein Vermögen entsteht in den seltensten Fällen über kurzfristige Spekulation. Langfristiger Reichtum basiert meist auf drei simplen Prinzipien:

  • regelmäßig investieren
  • breit streuen
  • langfristig dranbleiben

Besonders ETFs auf weltweite Aktienindizes gelten deshalb für viele Finanzexpert:innen als solides Fundament für den Vermögensaufbau. Sie ermöglichen schon mit kleinen Beträgen eine breite Diversifikation und sind vergleichsweise kostengünstig.

Wie entscheidend die Langfristigkeit ist, zeigt dieses Beispiel:

Person A investiert ab dem 25. Lebensjahr monatlich 200 Euro in einen weltweit gestreuten ETF und hört mit 35 wieder auf.
Person B startet erst mit 35, investiert dafür ebenfalls 200 Euro monatlich bis zur Rente mit 67.

Trotz der deutlich längeren Sparzeit kann Person B am Ende weniger Vermögen besitzen als Person A. Der Grund liegt im frühen Wachstum des investierten Kapitals. Gewinne erwirtschaften neue Gewinne. Über Jahrzehnte entsteht daraus eine Dynamik, die sich später kaum noch einholen lässt.

Warum die ersten 100.000 Euro die schwersten sind

Man hört es immer wieder (und leider stimmt es auch): Die ersten 100.000 Euro sind die schwierigsten. Tatsächlich steckt dahinter keine Motivationsfloskel, sondern simple Mathematik.

Am Anfang entsteht Vermögen fast ausschließlich durch die eigene Sparleistung. Wer 200 Euro monatlich investiert, baut sein Depot zunächst vor allem aus eigener Kraft auf. Die Rendite spielt in den ersten Jahren zwar bereits eine Rolle, wirkt aber noch vergleichsweise klein.

Der Unterschied wird mit wachsendem Vermögen immer deutlicher. Bei 10.000 Euro Depotwert entsprechen sieben Prozent Rendite gerade einmal 700 Euro pro Jahr. Bei 100.000 Euro sind es bereits 7.000 Euro. Und bei einer Million Euro entstehen rechnerisch schon rund 70.000 Euro Wertzuwachs jährlich, ohne dass zusätzlich Geld eingezahlt werden muss.

Genau deshalb fühlt sich ein ETF-Sparplan erst einmal so langsam an. Die Entwicklung verläuft nicht linear, sondern exponentiell. Viele unterschätzen diesen Effekt, weil die ersten Jahre wenig spektakulär wirken. Doch unter der Oberfläche entsteht bereits die Grundlage für späteres Wachstum.

Wer die ersten 100.000 Euro erreicht, hat deshalb meist den schwierigsten Teil geschafft: die Routine aufzubauen, investiert zu bleiben und dem Zinseszinseffekt genügend Zeit zu geben, seine Wirkung zu entfalten.

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Wie du mit einer moderaten Sparrate auf eine Million kommst

Noch extremer wird der Effekt, wenn man dem Geld einfach noch mehr Zeit gibt. Wer beispielsweise mit 20 Jahren einmalig 10.000 Euro investiert und anschließend niemals wieder Geld einzahlt, kann bei durchschnittlich sieben Prozent Rendite bis zum 67. Lebensjahr trotzdem auf mehr als 240.000 Euro kommen. Aus einer einzigen frühen Investition wird damit über Jahrzehnte ein kleines Vermögen.

Noch eindrucksvoller wird der Effekt, wenn du zusätzlich regelmäßig Geld anlegst. Angenommen, du startest mit 20 Jahren und investierst zunächst 50 Euro pro Monat in einen weltweit gestreuten, thesaurierenden ETF. Jedes Jahr erhöhst du deine monatliche Sparrate um nur 20 Euro. Also mit 21 Jahren 70 Euro monatlich, mit 22 Jahren 90 Euro und so weiter. Mit 40 Jahren investierst du bereits 450 Euro monatlich und mit 50 Jahren liegt deine Sparrate bei 650 Euro. Unterstellt man eine durchschnittliche jährliche Rendite von sieben Prozent, entsteht daraus über die Jahrzehnte ein erstaunlicher Effekt.

Mit 30 Jahren liegt das Depot bereits bei rund 25.000 Euro.
Mit 40 Jahren sind daraus etwa 140.000 Euro geworden.
Mit 50 Jahren wächst das Vermögen auf rund 500.000 Euro.
Und mit Anfang 60 knackst du die Millionenmarke.

Vielleicht kommen im Laufe deines Lebens noch Extra-Beträge dazu, die du investieren kannst. Wenn du sie ebenfalls investierst, erhöht sich dein Vermögen natürlich weiter. Die 20er Jahre sind deshalb das finanzielle Fundament für die kommenden Jahrzehnte.

Vorsicht Rechenbeispiele! Warum Inflation Sparen auf dem Konto entwertet

Millionenbeträge klingen erst einmal total beeindruckend. Wichtig ist aber: Die Kaufkraft des Geldes verändert sich über die Jahre. 1 Million Euro werden in 30 oder 40 Jahren voraussichtlich deutlich weniger wert sein als heute. Genau deshalb reicht es nicht aus, Geld einfach nur auf dem Girokonto oder Tagesgeldkonto liegen zu lassen, denn dort verliert es an Wert.

Die Inflation sorgt dafür, dass Preise im Laufe der Zeit steigen. Lebensmittel, Mieten, Energie oder Reisen werden teurer. Wer sein Geld über Jahrzehnte kaum verzinst spart, verliert dadurch schleichend Kaufkraft. 

Historisch betrachtet lagen die Renditen breit gestreuter Aktienmärkte in den letzten Jahrzehnten deutlich über der Inflationsrate. Genau deshalb setzen viele Anleger:innen auf ETFs. Aktieninvestments schwanken zwar kurzfristig teils erheblich, boten über lange Zeiträume jedoch oft bessere Chancen, Vermögen real wachsen zu lassen.

Wichtig dabei: Rechenbeispiele mit sieben Prozent Rendite sind niemals Garantien. Börsenjahre verlaufen unterschiedlich, zwischenzeitliche Verluste gehören dazu. Die Beispiele zeigen vor allem, welche Kraft langfristiges Investieren grundsätzlich entfalten kann, wenn Zeit, Disziplin und der Zinseszinseffekt zusammenspielen.

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© Marcus Witte
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