ETF-Fehler vermeiden
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Diese ETF-Fehler solltest du vermeiden!

Ein ETF ist langfristig gesehen eine attraktive Easy-Peasy-Geldanlage. Doch es gibt auch ein paar Fehler, die Anleger:innen beim Investieren machen können.

Alle lieben ETFs

In den letzten Jahren ist der ETF zum Liebling von Privatanleger:innen geworden, er steckt in Millionen Depots. Seine Stärke macht ihn so beliebt: Mit einem Exchange Traded Funds kannst du einfach und günstig in Aktien investieren und mit einer geschätzten Rendite von etwa 6 Prozent / Jahr langfristig Vermögen aufbauen.

Da ETFs sich aus verschiedenen Aktien zusammensetzen, reduzierst du automatisch dein Risiko. Besonders Anfänger:innen wird diese Form der Aktienanlage angeraten, schließlich muss man sich gar nicht aktiv um seinen Fonds kümmern. Bei thesaurierenden ETFs macht sich eines Tages (etwa nach 15, noch besser 20 Jahren) der Zinseszinseffekt bezahlt. Also einfach nichts tun und abwarten? Nicht ganz. Auch beim Investieren in ETFs gibt es ein paar Fehler, die sich ganz einfach vermeiden lassen!

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ETF-Fehler 1: Klumpenrisiko

Du möchtest dein Geld aufteilen und nicht unbedingt die ganze Summe in einen einzigen ETF stecken? Dann achte unbedingt aufs Klumpenrisiko. Meint: In vielen ETFs stecken dieselben Aktien drin. Zum Beispiel die Magnificent 7. Apple, Meta, Microsoft, Amazon, Nvidia und Co. sind in vielen Tech-ETFs, aber auch breiter gestreuten ETFs integriert. Vor dem Kauf unbedingt einen Blick auf die Zusammensetzung des ETFs werfen, damit du hauptsächlich nicht in dieselben Aktien investierst. Tipp: Hast du schon einen gut laufenden Tech-ETF im Depot, kannst du auch auf einen ETF setzen, der die großen US-Konzerne ausklammert oder auf andere Branchen setzt. 

ETF-Fehler 2: Mangelnde Diversifikation

Alles auf Tech? Alles auf Verteidigung? Alles auf Gold? Keine solide Idee. Auch wenn dich in den letzten Jahren satte Gewinne belohnt haben, solltest du vorsichtig sein und deine Finanzen weltweit breiter streuen. Das Risiko, dass eine Branche sich plötzlich negativ entwickelt, ist groß. Diversifikation ist das A und O – das hat die Börse in den letzten Jahren eindrucksvoll bewiesen. Wir erinnern: Im Januar schickte das chinesische Open-Source-KI-Modell Deepseek die starken US-Tech-Aktien auf Talfahrt.

ETF-Fehler 3: Verschobene Gewichtung

Je nach Alter der Anleger:innen macht es Sinn, sein Depot in risikofreudigere (z.B. mehr Einzelaktien) und risikoärmere (z.B. mehr Gold) Investitionen aufzuteilen. Bei erwarteten Zeiträumen von zehn, 15 oder 20 Jahren werden die Schwankungen, die es an den Weltbörsen immer wieder gibt, in aller Regel „überstanden“. Die Wahrscheinlichkeit für Verluste ist also sehr gering. Laufen aber deine Aktien richtig gut, kann es sein, dass die Verteilung deiner Geldanlage ins Ungleichgewicht gerät und du zu starke Risiken eingehst. Einmal im Jahr solltest du also einen Depot-Check machen und dir die Gewichtungen und Performance deiner Investitionen genauer ansehen. Wie genau Rebalancing funktioniert, verraten wir dir hier.

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ETF-Fehler 4: Ungeduld

Der Zinseszinseffekt für thesaurierende ETFs ist beachtlich! Rechenbeispiel: Ich investiere 25.000 Euro in einen thesaurierenden ETF mit einer jährlichen Rendite von 6 Prozent. Dann habe ich:

  • nach 10 Jahren: ca. 44.771,25 Euro (Gewinn = 19.771,25 Euro)
  • nach 20 Jahren: ca. 80.178,50 Euro (Gewinn = 55.178 Euro)

     

Entnehme ich dem ETF zu früh mein Geld, verzichte ich auf den Boost, der nach 10-20 Jahren erfolgt. Wer also langfristig anlegen kann – zum Beispiel in der Altersvorsorge oder als Geldanlage fürs Kind, sollte geduldig bleiben, es lohnt sich!

ETF-Fehler 5: Hohe Kosten

Hohe Depotkosten gilt es unbedingt zu vermeiden. Bei den meisten Banken oder Online-Brokern ist das Depot sogar kostenlos. Es gibt auch Anbieter, die keine Ordergebühren erheben oder vergünstigte ETF-Sparpläne anbieten. Auch bei der Wahl deines ETFs solltest du auf laufende Kosten pro Jahr achten. Die TER für ETFs liegt in der Regel zwischen 0,1 und 0,75 Prozent pro Jahr, wobei es auch günstigere ETFs mit einer TER von unter 0,1 Prozent gibt. Darunter fallen zum Beispiel Verwaltungsgebühren, Depotbankgebühren, Marketing- und Betriebskosten. Größere und beliebtere ETFs haben oft niedrigere Gebühren, da sie von Skaleneffekten profitieren können. Je nach Anlageklasse variieren sie: Zum Beispiel können Rohstoff-ETFs oder spezialisierte ETFs höhere Kosten aufweisen als breite Aktien-ETFs.

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