Eine Frau, bekleidet mit Jeans, schwarzen Absatzstiefeln und schwarzem Mantel läuft mit einer Aktentasche über einen Zebrastreifen. Ihren Kopf sieht man nicht, er ist im Bild abgeschnitten.
Vinta Supply Co. | NYC / Pexels

Familie und eine Karriere als Partnerin lassen sich verbinden

Berufliche Entwicklung und Familienleben verlaufen oft parallel. Petra Adelt spricht darüber, wie sich beides verbinden lässt und was Working Moms konkret stärkt.

Werbung: in Kooperation mit EY

Petra, du bist 2016 bei EY eingestiegen und hast anschließend die Partnerinnenlaufbahn eingeschlagen. Wie hat sich deine Karriere seitdem entwickelt?

Ich bin damals nach meiner zweiten Elternzeit in Teilzeit bei EY gestartet. Seitdem durfte ich den Bereich Wertpapier-Compliance von einer kleinen Einheit zu einem leistungsstarken Team aus Spezialistinnen und Spezialisten aufbauen. Heute verantworte ich diesen Bereich und engagiere mich zusätzlich als FSO (Financial Services Organization) Talent Lead für zentrale Themen wie Vielfalt und Inklusion.

Wenn du heute zurückblickst: Welche Förderprogramme und Initiativen bei EY haben dich auf dem Weg zur Partnerin besonders gestärkt?

Drei Programme haben mich nachhaltig geprägt. Besonders wichtig waren für mich zwei EY-Leadership-Programme, die speziell für Frauen angeboten werden: Accelerate und Navigator. Bei Navigator standen Themen wie persönliche Positionierung, Wirkung und die gezielte Vorbereitung auf den nächsten Karriereschritt im Vordergrund. Die strategischen Entwicklungsimpulse haben mir geholfen, meinen Leadership-Stil zu schärfen und mich sicherer in komplexen Stakeholder-Umfeldern zu bewegen. 

Accelerate hat diesen Weg ideal ergänzt. Hier ging es für mich vor allem darum, meine Führungsrolle bewusst weiterzuentwickeln, mit Fokus auf Selbstreflexion, strategischem Denken und wirksamer Teamführung. Besonders wertvoll waren die praxisnahen Module, Peer-Learning-Formate und der Austausch mit erfahrenen Führungskräften. Ein weiterer bedeutender Baustein war das Coaching für Jungpartnerinnen und Jungpartner bei EY. Der geschützte Rahmen, um die neue Rolle zu reflektieren, individuelle Fragestellungen zu bearbeiten und konkrete Handlungsempfehlungen zu erhalten, war enorm hilfreich. Die Kombination aus persönlichem Coaching, Peer-Austausch und praxisnahen Impulsen hat mir geholfen, schnell Sicherheit in der neuen Rolle zu entwickeln und meinen eigenen Weg als Partnerin zu finden.

Petra Adelt, EY

Petra Adelt zeigt, wie sich Familie und Partnerinnenkarriere bei EY erfolgreich verbinden lassen. 2016 in Teilzeit eingestiegen, etablierte sie erfolgreich bei EY den Bereich Wertpapier-Compliance, bildete sich durch Leadership-Programme, sowie Mentoring weiter und setzt sich heute als Führungskraft für Vielfalt und Inklusion ein. Ihr Karriere-Rat: der eigenen Stimme vertrauen, Grenzen setzen – und andere Frauen unterstützen.

Welche Rolle haben Mentorinnen und Mentoren für dich gespielt? Gab es jemanden, der deine berufliche Entwicklung besonders geprägt hat?

Mentoring ist bei EY ein fester Bestandteil der Unternehmenskultur und für mich bis heute von großer Bedeutung. Es hat mir auf meinem Karriereweg immer wieder Orientierung, Ehrlichkeit und Zuversicht gegeben. Der Austausch mit erfahrenen Führungskräften, die bereit waren, ihre Erfahrungen, Perspektiven und Lernmomente zu teilen, hat mich sowohl fachlich als auch persönlich gestärkt. Mentoring schafft einen Raum, in dem man Wachstumsschritte reflektieren, blinde Flecken erkennen und Mut für neue Wege fassen kann. Diese Kombination aus Vertrauen, ehrlichem Feedback und echter Unterstützung war für meinen Weg entscheidend. Besonders profitiert habe ich von Mentorinnen, nicht weil Männer schlechtere Mentoren wären, sondern weil geteilte Erfahrungen zusätzliche Kraft geben.

Du hast viele Jahre in Teilzeit gearbeitet und bist später wieder in Vollzeit eingestiegen. Wie hast du diesen Übergang erlebt und was hat dir in beiden Phasen Halt gegeben?

In meinen Teilzeitjahren war Organisation das A und O. Mein Job ist anspruchsvoll, und gerade dann braucht es Priorisierung, klare Absprachen und gute Planung. Timings gelten unabhängig vom Beschäftigungsmodell. Was mir enorm geholfen hat, waren meine Teams. Wir haben uns gegenseitig ergänzt, voneinander gelernt und uns auch in stressigen Zeiten getragen. Dieser Zusammenhalt war und ist mein größter Halt. Nachdem meine beiden Kinder zur Schule gingen, bin ich nach rund zehn Jahren Teilzeit wieder auf Vollzeit umgestiegen. Entscheidend ist für mich aber bis heute weniger die Stundenanzahl als die Flexibilität. Ich kann meinen Tag so gestalten, dass er zu meiner Familie und zu meinen Aufgaben passt. Oft starte ich früher oder lege flexibel Pausen ein und wenn nötig, arbeite ich abends weiter. So bleibt der Nachmittag häufig für meine Kinder reserviert.

Viele Frauen fragen sich, ob sich Karriere und Familie wirklich vereinbaren lassen. Was war für dich ausschlaggebend, um in beiden Rollen aufzugehen?

Zunächst einmal: Ja, es lässt sich verbinden. Entscheidend waren für mich Vertrauen und Verständnis auf beiden Seiten. Natürlich läuft nicht immer alles reibungslos, aber genau dann ist es wichtig, offen zu sprechen, gemeinsam Lösungen zu finden und es beim nächsten Mal besser zu machen. Diese Offenheit hilft enorm, Erfahrungen zu sammeln und daran zu wachsen.

Wenn du Frauen einen Rat für ihren eigenen Karriereweg geben könntest – welcher wäre das?

Mit dem richtigen Umfeld ist viel mehr möglich, als man anfangs glaubt. Wir brauchen Menschen, die uns unterstützen, vertrauen und uns Raum geben. Dieses Umfeld habe ich bei EY erlebt und ich versuche, es genauso an meine Teams weiterzugeben. Aus meiner eigenen Erfahrung und aus dem Rat vieler inspirierender Frauen möchte ich Folgendes mitgeben. Vertraue deiner eigenen Stimme, trau dich, für dich einzustehen und verlasse dich auf deine Intuition. Deine Einzigartigkeit ist eine Stärke, also feiere, was dich besonders macht, anstatt um jeden Preis versuchen zu wollen, dazuzugehören. Dream big und verfolge deine Träume, ohne dich von den Erwartungen anderer bremsen zu lassen. Setze klare Grenzen, denn es ist wichtig, auch einmal Nein sagen zu können. Und ganz wesentlich: Unterstütze andere Frauen. There is power in sisterhood.

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