Henriika Liivaste von Lendermarket
Lendermarket

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P2P-Investments gelten als moderner Weg zum passiven Einkommen. Wie dieses Anlagekonzept funktioniert und worauf es zu achten gilt, erklärt Henriika Liivaste, Head of Partnerships & Communications der P2P-Plattform Lendermarket.

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finanzielle: P2P-Investments gelten sowohl für private Anleger:innen als auch für institutionelle Investor:innen als interessante Möglichkeit für regelmäßige Erträge. Wie funktioniert dieses Anlagekonzept?

Henriika Liivaste: Ich erinnere mich noch gut an meine ersten Schritte als Investorin. Am Anfang war ich skeptisch, ob man wirklich regelmäßig Einnahmen aus Online-Investments erzielen kann. Bei P2P-Investments stellen private Anleger:innen – so wie ich – Kapital für Kreditprojekte bereit, die von Kreditgebern (Loan Originators) vergeben wurden. Über Plattformen wie Lendermarket investiert man in diese Kredite und erhält die Rückzahlungen inklusive Zinsen direkt auf sein Konto. Das schafft einen konstanten Cashflow – und genau das hat mich damals überzeugt, da ich monatlich sehe, wie mein Geld für mich arbeitet.

Was unterscheidet P2P-Kredite von klassischen Anlageformen wie Aktien, ETFs oder Tagesgeld?

Ich habe selbst sowohl in ETFs als auch in P2P investiert – und für mich ist der größte Unterschied die Planbarkeit. Aktien und ETFs schwanken stark, was langfristig gut ist, aber kurzfristig manchmal nervenaufreibend sein kann. Tagesgeld ist sicher, bringt aber kaum Rendite. P2P-Kredite liegen für mich genau dazwischen: zweistellige Renditen (bei Lendermarket aktuell 15–18 % p.a.), keine Gebühren und regelmäßige Rückzahlungen. Als berufstätige Mutter schätze ich genau das – ich muss mich nicht täglich um meine Investments kümmern, und trotzdem sehe ich jeden Monat Ergebnisse.

Wie lassen sich P2P-Kredite sinnvoll in ein bestehendes Portfolio einbinden?

Ich würde nie alles in eine einzige Anlageklasse stecken. Für mich ist P2P ein Baustein in einem diversifizierten Portfolio – ergänzend zu Aktien, ETFs und Immobilien. Durch die monatlichen Rückflüsse bleibe ich flexibel und kann Erträge reinvestieren oder für andere Ziele nutzen. In meinem eigenen Portfolio macht P2P etwa 10 % aus – genug, um den Cashflow zu spüren, aber ohne das Gesamtrisiko zu erhöhen. Es ist die perfekte Mischung aus passivem Einkommen und Kontrolle. Und was viele nicht wissen: Nicht alle Plattformen erlauben es, aber bei Lendermarket können auch Unternehmen und Selbstständige investieren – eine großartige Möglichkeit, überschüssige Liquidität rentabel zu nutzen.

Welche Risiken bestehen bei P2P-Investments, und wie kann man diese reduzieren?

Risiken gehören immer dazu, auch wenn viele das am liebsten ausblenden. Ich habe selbst gelernt, wie wichtig Diversifikation ist – nicht nur über viele Kredite, sondern auch über Länder und Kreditgeber hinweg. Ich achte auf Plattformen mit Buyback-Garantie und klarer Regulierung, weil sie im Ernstfall den Unterschied machen. Meine Devise: lieber etwas weniger Rendite, aber dafür ruhiger schlafen. Transparenz und Vertrauen sind für mich entscheidend – besonders als Frau in einer Branche, die oft als männerdominiert gilt, möchte ich fundierte Entscheidungen treffen.

Welche Rolle spielen Plattformen wie Lendermarket, und was unterscheidet sie von anderen Anbietern?

Ich arbeite selbst bei Lendermarket und habe die Plattform zuerst aus der Perspektive einer Investorin kennengelernt, bevor ich Teil des Teams wurde. Das war mir wichtig – zu verstehen, wie es sich anfühlt, echtes Geld zu investieren. Lendermarket ist in Irland reguliert, bietet durchschnittlich 15–18 % p.a. Rendite und eine Buyback-Garantie auf alle Kredite. Für mich ist die Kombination aus Regulierung, Transparenz und Nutzerfreundlichkeit entscheidend. Ich sehe täglich, wie unsere Community wächst – und das zeigt, dass man auch im P2P-Bereich verantwortungsvoll und nachhaltig investieren kann.

Wie sieht die Zukunft von P2P-Krediten in Europa aus?

Ich bin überzeugt: Wir stehen erst am Anfang. Mit der ECSP-Regulierung entstehen europaweit klare Standards, die das Vertrauen stärken – vor allem für Anleger:innen, die vielleicht bisher gezögert haben. Immer mehr Menschen suchen nach Wegen, ihr Geld selbstbestimmt zu investieren und nicht nur den traditionellen Banken zu vertrauen. P2P bietet diese Möglichkeit. Ich sehe jeden Tag, wie viel Dynamik und Innovation in dieser Branche steckt – und Plattformen wie Lendermarket, die auf Transparenz, Sicherheit und Rendite setzen, werden die Zukunft des Crowdlending in Europa prägen.

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© Marcus Witte

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