Sanduhr mit Sand in Altrosa, der gerade herunterläuft
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Erster ETF-Sparplan: In 30 Minuten einfach starten

Du willst deinen ersten ETF-Sparplan einrichten? So findest du ETF und Sparrate, prüfst die Kosten und startest Schritt für Schritt in rund 30 Minuten.

Du möchtest endlich einen ETF-Sparplan einrichten, aber irgendwie kommt immer etwas dazwischen? Dabei lässt er sich wirklich unkompliziert und schnell erteilen: Wenn du bereits ein Depot hast, kannst du deinen ersten ETF-Sparplan in ungefähr 30 Minuten einrichten. Ohne Depot dauert es etwas länger, weil der Anbieter zunächst deine Identität prüfen und das neue Konto freischalten muss.

Bevor du deinen ETF-Sparplan startest

Bevor du einen Sparplan einrichtest, solltest du noch einmal checken, ob du eine finanzielle Reserve zurückgelegt hast. Eine kaputte Waschmaschine, eine hohe Nebenkostenabrechnung oder die nächste Autoreparatur sollten nicht dazu führen, dass du ETF-Anteile verkaufen musst.

Hier kommen unsere Tipps, wie du einen Notgroschen anlegen kannst – auch wenn du kein hohes Einkommen hast.

Schritt 1: Wie viel möchtest du monatlich investieren?

Für den Start ist nicht unbedingt die höchste Sparrate die beste, sondern die, die du dauerhaft stemmen kannst. Rechne also nicht durch, was du theoretisch investieren könntest, sondern was nach Miete, Lebenshaltung, Urlaub, Rücklagen und allem anderen zuverlässig übrig bleibt. ETF-Sparpläne kannst du mit kleinen Summen starten.
Neobroker erlauben sogar Ausführungen ab 1 €, klassische Direktbanken oder Filialbanken verlangen oft 10 € oder 25 €. Aber lohnt sich ein so kleiner Sparplan überhaupt? Entscheidend sind tatsächlich Regelmäßigkeit und Anlagehorizont, denn nur so kannst du vom Zinseszinseffekt profitieren.. Wer beispielsweise 10 oder 25 Euro im Monat übrig hat, muss also nicht warten, bis 50 oder 100 Euro möglich sind. Wichtig sind vor allem niedrige oder keine Ausführungsgebühren. Denn bei kleinen Sparraten fallen fixe Kosten prozentual besonders stark ins Gewicht.

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Schritt 2: Welcher ETF soll es sein?

Diesen Schritt solltest du schon vorher recherchieren. Denn laut Zahlen des Researchinstituts ETFRGI waren Ende August 2026 in Europa 3.973 ETF-Produkte gelistet. Allein auf den MSCI World gibt es zahlreiche ETFs verschiedener Anbieter. Dazu kommen andere Weltindizes wie der MSCI ACWI oder der FTSE All-World. Für den Einstieg kann ein breit gestreuter Welt-ETF eine gute Lösung sein. Der MSCI World bildet große und mittelgroße Unternehmen aus 23 Industrieländern ab. Schwellenländer wie China, Indien oder Brasilien fehlen allerdings. Wer sie ebenfalls im Depot haben möchte, kann sich beispielsweise ETFs auf den MSCI ACWI oder den FTSE All-World ansehen. Beide Indizes decken Industrie- und Schwellenländer ab. Wichtig: Ein ETF auf einen Weltindex bedeutet nicht automatisch, dass dein Geld gleichmäßig über die Welt verteilt ist. Die Unternehmen werden in vielen großen Indizes nach ihrer Marktkapitalisierung gewichtet. Dadurch haben die USA und große US-Techkonzerne derzeit ein hohes Gewicht.

Ausschüttend oder thesaurierend?

Ein ausschüttender ETF überweist Dividenden regelmäßig auf dein Verrechnungskonto. Ein thesaurierender ETF legt die Erträge dagegen automatisch wieder im Fonds an.

Wenn du langfristig Vermögen aufbauen möchtest und die Ausschüttungen ohnehin wieder investieren würdest, ist die thesaurierende Variante bequem: Du musst dich um die Wiederanlage nicht selbst kümmern. Ausschüttende ETFs können interessant sein, wenn du regelmäßig Geld aus deinem Depot erhalten möchtest.

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Schritt 3: Kosten checken

Bei ETFs wird häufig zuerst die TER, die Total Expense Ratio, genannt. Sie gibt an, wie hoch die laufenden Kosten des ETF pro Jahr ausfallen. Bei breit gestreuten Standard-ETFs liegen diese häufig im niedrigen Zehntelprozentbereich.

Die TER ist allerdings nicht die einzige Zahl, die zählt. Prüfe auch, was dein Broker oder deine Bank für die Ausführung des Sparplans verlangt. Viele Broker oder Banken bieten bestimmte ETF-Sparpläne kostenlos an, bei anderen kostet jede Ausführung einen festen Betrag oder einen Prozentsatz der Sparrate.

Gerade bei kleinen Beträgen macht das einen Unterschied. Kostet eine Ausführung beispielsweise 1,50 Euro und du sparst monatlich 25 Euro, gehen allein dafür sechs Prozent der Sparrate drauf. Bei 100 Euro sind es 1,5 Prozent. In diesem Fall solltest du prüfen, ob dein gewünschter ETF bei einem anderen Anbieter günstiger bespart werden kann oder ob ein längerer Sparrhythmus sinnvoll ist.

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Schritt 4: Sparplan einrichten

ETF gefunden? Dann brauchst du für die eigentliche Einrichtung meist nur wenige Minuten. Suche den ETF in deinem Depot am besten über seine ISIN oder WKN. So vermeidest du, versehentlich einen ähnlich klingenden Fonds auszuwählen. Anschließend legst du deine Sparrate fest und bestimmst, wann der Sparplan ausgeführt werden soll. Dafür stehen unterschiedliche Termine im Monat zur Auswahl. Manche Anbieter ermöglichen außerdem monatliche, zweimonatliche oder vierteljährliche Ausführungen. Welcher Tag ist der beste? Für einen langfristigen ETF-Sparplan musst du nicht versuchen, den günstigsten Börsentag des Monats zu erwischen. Den kennt schließlich niemand im Voraus. Praktisch ist ein Termin kurz nach deinem Gehaltseingang. Dann wird das Geld investiert, bevor es im Laufe des Monats für andere Dinge verschwindet.

Schritt 5: Woher kommt das Geld für den Sparplan?

Bevor der Sparplan läuft, solltest du klären, von welchem Konto die Sparrate abgebucht wird. Denn dein Girokonto ist nicht automatisch das Konto, über das deine ETF-Käufe abgerechnet werden.

Zu einem Depot gehört in der Regel ein Verrechnungskonto. Darüber werden Käufe und Verkäufe abgewickelt, Dividenden gutgeschrieben und häufig auch Sparpläne bezahlt. Liegt dein Girokonto bei einer anderen Bank, musst du deshalb prüfen, wie dein Anbieter die Sparrate einzieht. Manche Broker buchen sie per Lastschrift direkt vom hinterlegten Girokonto ab. Bei anderen muss zum Ausführungstermin genügend Geld auf dem Verrechnungskonto liegen.

In diesem Fall kannst du bei deiner Hausbank einen Dauerauftrag einrichten, der die Sparrate jeden Monat rechtzeitig auf das Verrechnungskonto überweist. Am besten planst du ein paar Tage Puffer zwischen Überweisung und Ausführung des ETF-Sparplans ein. So scheitert der Kauf nicht daran, dass das Geld noch unterwegs ist.

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© Marcus Witte
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