Aus der privaten Krankenversicherung austreten: Geht das?
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Aus der privaten Krankenversicherung austreten: Geht das?

Wie kommt man raus aus der privaten Krankenversicherung? Klappt ein Wechsel in die Gesetzliche? In zwei Fällen ist es möglich …

Attraktives Leistungspaket versus hohe Beiträge

Wie ein Sechser im Lotto fühlt sich die erste private Krankenversicherung (PKV) an. Endlich ein Termin in der Wunschpraxis, Ärzt:innen nehmen sich Zeit, Leistungen werden, ohne mit der Wimper zu zucken, bezahlt. Doch in der Elternzeit beispielsweise kann es eng werden. Trotz geringerem Einkommen muss man die Versicherungsbeiträge ungekürzt aufbringen – plus Vertrag fürs Kind. Bei stetig steigenden Beiträgen fragt man sich schnell: Wie komme ich da wieder raus? Aus der privaten Krankenversicherung auszutreten, ist nämlich gar nicht so ohne weiteres möglich. Zuerst solltest du die Bedingungen deines PKV-Vertrags sorgfältig prüfen. Viele Verträge enthalten spezifische Regelungen zur Kündigung, einschließlich Fristen und Bedingungen. Achte besonders auf die Kündigungsfrist, die häufig zwischen einem und drei Monaten liegt.

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Wechsel von der privaten in die gesetzliche Krankenversicherung

Die Rückkehr zur gesetzlichen Versicherung ist in zwei Fällen möglich.

Zum einen durch eine Gehaltsreduktion: Fällt das Jahresgehalt unter 69.300 Euro, kann man aus dem Vertrag aussteigen. Die geschickte Wahl einer Teilzeit, mit ein paar Hundert Euro weniger verdient, kann das Zünglein an der Waage sein. Auch ein geringerer Bruttolohn durch eine höhere Zahlung in die betriebliche Altersvorsorge ist denkbar. Gleiches gilt für den Jobwechsel: Ein etwas schlechter bezahlter Quereinstieg bietet Chancen in einer neuen Branche – und im Versicherungsverhältnis.

Zweite Möglichkeit: Man wird arbeitslos. Hier gilt die obligatorische Anschlussversicherung. Nimmt man danach wieder einen gut bezahlten Job an, bleibt man gesetzlich versichert. Aber Achtung: Ab 55 gilt die Regelung nicht mehr!

Beim Bundesministerium für Gesundheit gibt’s alle aktuellen Facts zum Wechsel zwischen GKV und PKV.

Du überlegst aufgrund der gestiegenen Beiträge, 2025 die Krankenkasse zu wechseln – oder suchst nach dem Austritt aus der privaten Krankenversicherung eine gesetzliche? Wir haben zusammengefasst, worauf du achten solltest! Wichtig: Falls du in die GKV wechseln möchtest, solltest du dies parallel zur Kündigung deiner PKV in die Wege leiten. Ein nahtloser Übergang ist wichtig, um Lücken im Versicherungsschutz zu vermeiden.

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