Tausende Radiergummis, Buntstifte, Lineale und ergonomische Bleistifte wandern aktuell über die Ladentresen. Grundschulen bestellen Massen an Sonnenblumen: Der Schulstart steht bevor. Etwa 820.000 Kinder werden in diesen Wochen in Deutschland eingeschult. Der Start in die erste Klasse ist inzwischen ein echtes Großereignis und wird gefeiert. Gern auch mit einem Event, zu dem die ganze Familie eingeladen ist. Wer etwas schenken möchte, fragt dann oft die Eltern. Aber was macht eigentlich wirklich Sinn und wird nicht nach kurzer Zeit schon uninteressant?
Geschenkidee zur Einschulung: ein ETF
Wenn Schultasche, Turnbeutel und Co. ohnehin schon besorgt sind, lohnt es sich, über ein Geschenk nachzudenken, das länger Freude macht als der erste Schwung Stifte. Nachhaltig ist zum Beispiel eine Geldanlage, die eine gute Rendite bringt und langfristig angelegt ist. So wie ein ETF.
Ein ETF (Exchange Traded Fund) bildet einen Aktienindex ab, zum Beispiel den MSCI World, FTSE All-World oder MSCI ACWI IMI Index. Damit investiert man automatisch in Hunderte oder sogar Tausende Unternehmen weltweit. Das Risiko verteilt sich breit, die Kosten sind niedrig – und über die Jahre kann ein ETF ein kleines Startkapital für das Kind in eine solide Summe verwandeln.
Lies auch:

ETF-Suche: Darauf musst du achten
ETFs sind beliebte Finanzprodukte – aber wie finde ich die, die zu mir passen? Auf diese Kriterien solltest du bei der ETF-Suche achten!
Rechenbeispiel: Einmalanlage von 1.000 Euro
- Mit 18 Jahren (also nach ca. 12 Jahren): ca. 2.012 Euro
- Mit 25 Jahren (nach 19 Jahren): ca. 3.028 Euro
- Mit 30 Jahren (nach 24 Jahren): ca. 4.082 Euro
Noch stärker: Ein ETF-Sparplan mit 100 Euro pro Monat
Wer zusätzlich regelmäßig einzahlt, verstärkt den Zinseszinseffekt. Angenommen, Eltern oder Pat:innen richten einen ETF-Sparplan mit 100 Euro monatlich ein – ebenfalls mit 6 % Rendite im Jahr:
- Mit 18 Jahren: ca. 33.000 Euro
- Mit 25 Jahren: ca. 74.000 Euro
- Mit 30 Jahren: ca. 127.000 Euro
Der Unterschied zeigt, was langfristiges Sparen bewirken kann: Regelmäßige kleine Beiträge summieren sich über die Jahre zu einem kleinen Vermögen. In unserem Special „Wie legt man am besten Geld für Kinder an?“ haben wir jede Menge Tipps, wie eine Geldanlage konkret aussehen kann und was dabei beachtet werden sollte – zum Beispiel, ob das Depot auf den Namen deines Kindes kaufen sollte oder ob du einen Freistellungsauftrag für Kinder brauchst.