Werbung: in Kooperation mit Invest in Visions
Edda Schröder gründete 2006 die Invest in Visions GmbH mit dem Anspruch, Impact Investing in Deutschland bekannt zu machen – und Kapital gezielt dort einzusetzen, wo es mehr bewirken kann als reine Rendite. Ihr Unternehmen zählt zu den Pionieren auf dem Gebiet wirkungsorientierter Geldanlagen. Invest in Visions verbindet Finanzexpertise mit gesellschaftlichem Engagement – und investiert schwerpunktmäßig in Entwicklungs- und Schwellenländern. Dabei steht nicht nur die finanzielle Stabilität im Fokus, sondern vor allem die soziale Wirkung. Edda Schröder versteht Impact Investing als Mittel zur Veränderung – und als Brücke zwischen Kapitalmarkt und konkretem sozialem Fortschritt.
Edda, was hat dich dazu bewegt, Invest in Visions zu gründen – und was war deine Vision hinter der Idee?
Mein erster Kontakt mit dem Thema Mikrofinanz war 2005 – und es hat mich sofort gepackt. Die Idee, dass Menschen im Globalen Süden durch Zugang zu einfachen Finanzdienstleistungen ihr Leben selbstbestimmt verbessern können, hat mich tief beeindruckt. Ich bin damals nach Peru gereist, um mir vor Ort selbst ein Bild zu machen – und habe Kleinstunternehmer:innen getroffen, die mithilfe eines Mikrokredits ein eigenes kleines Business aufgebaut haben: eine Schmuckherstellerin, ein Bauer, eine Näherin. Sie alle konnten dadurch ein stabiles Einkommen für sich und ihre Familien schaffen. Zurück in Deutschland entstand schnell die Idee, einen Investmentfonds zu initiieren , der Kapital von Anleger:innen aus Europa bündelt – und es genau dort einsetzt, wo es gebraucht wird. Für die Anleger:innen des Fonds entsteht dabei nicht nur eine finanzielle, sondern auch eine soziale Rendite. Bis heute reise ich regelmäßig in die Länder, in die die von uns gemanagten Fonds investieren. Die Begegnungen mit den Menschen vor Ort bestätigen mich immer wieder in meiner Überzeugung: Mikrofinanz ist ein starkes Instrument, um Perspektiven zu schaffen. Und genau das war und ist meine Vision – Menschen den Zugang zu Chancen zu ermöglichen, die für uns oft selbstverständlich sind.
Was genau verstehst du unter Impact Investing – und wie unterscheidet es sich vom klassischen Investieren?
Impact Investing bedeutet, Geld so anzulegen, dass dadurch nicht nur eine finanzielle Rendite erzielt werden kann, sondern auch gezielt einen positiven sozialen oder ökologischen Beitrag leistet wird – und zwar messbar. Anders als bei klassischen Investments steht also nicht allein der finanzielle Gewinn im Vordergrund. Impact Investing geht somit einen Schritt weiter als nachhaltige Geldanlagen: Es verbindet Rendite mit Veränderung. Und genau das macht es für viele so spannend – gerade für Frauen, die oft sehr bewusst investieren.
"Ich denke unternehmerisch und glaube fest an das Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe."
Edda Schröder Tweet
Welche Wirkung willst du mit Invest in Visions in der Welt erzielen? Was treibt dich dabei besonders an?
Mich bewegt vor allem der Gedanke, dass wir mit unserer Arbeit echte Chancen schaffen – dort, wo sie oft fehlen. Wenn wir vor Ort sind und Menschen begegnen, die durch die von uns initiierten und gemanagten Fonds Zugang zu Kapital erhalten und dadurch ihr Leben selbstbestimmt verbessern können, dann wird spürbar, wie viel Wirkung in einem Investment stecken kann. Ich denke unternehmerisch und glaube fest an das Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe. Denn wer Menschen die Mittel in die Hand gibt, ihre eigenen Ideen zu verwirklichen, stärkt nicht nur Einzelne – sondern ganze Gemeinschaften. Und genau das ist es, was mich antreibt: nachhaltige Veränderung ermöglichen, die bleibt.
Wie genau funktioniert ein Investment in den IIV Mikrofinanzfonds – was passiert mit dem Geld vom Moment der Einzahlung bis hin zur/m Endkreditnehmer:in?
Schon ab einem Euro kann man über die eigene Hausbank Anteile am IIV Mikrofinanzfonds erwerben. Dieses Geld fließt dann in den Fonds und wird genutzt, um gezielt Darlehen an sogenannte Mikrofinanzinstitute in Entwicklungs- und Schwellenländern zu vergeben. Diese Institute haben sich darauf spezialisiert, Menschen mit geringem Einkommen den Zugang zu Kapital zu ermöglichen – etwas, das in vielen Regionen sonst kaum möglich wäre. Die Mikrofinanzinstitute wiederum verleihen das Kapital in Form von Mikrokrediten an Kleinstunternehmer:innen – zum Beispiel Gemüsehändler, Schneider, Viehzüchter oder Handwerker. Sie nutzen das Geld um Saatgut zu kaufen, Materialien zu besorgen oder ein kleines Geschäft aufzubauen. Nach durchschnittlich neun bis zwölf Monaten zahlen sie die Kredite zurück – inklusive Zinsen. Einige Mikrofinanzinstitute, wie etwa die von uns 2024 refinanzierte Kashf Foundation in Pakistan, konzentrieren sich dabei gezielt auf Frauen und fördern deren wirtschaftliche Selbstständigkeit. Am Ende zahlen die Mikrofinanzinstitute das erhaltene Kapital samt Zinsen an den Fonds zurück – und die Anleger:innen profitieren von einer stabilen Rendite. So entsteht ein Kreislauf, in dem jeder Euro doppelt wirken kann: finanziell – und gesellschaftlich.
Wohin fließt das Geld konkret, das Investor:innen in den IIV Mikrofinanzfonds anlegen? Kannst du ein oder zwei Beispiele nennen?
Ein anschauliches Beispiel für die Wirkung von Mikrokrediten ist die Geschichte von Ultugan Kyzaibekova aus Kasachstan. Sie begann mit dem Verkauf von Lebensmitteln und Kleidung in ihrem Dorf – finanziert durch erste Mikrokredite von nur 100 bis 300 US-Dollar. Später besuchte sie Nähkurse, übernahm erste Aufträge und baute Schritt für Schritt ihre eigene Schneiderei auf. Heute beschäftigt sie 35 Mitarbeitende und produziert Berufsbekleidung für Polizei und Regierungsstellen. Mikrokredite haben sie auf diesem Weg begleitet – etwa bei der Finanzierung von Maschinen und Materialien. Ein Beispiel, das mir besonders am Herzen liegt, ist die Geschichte von Fatima und ihrer Familie in Uganda. 2008 hatte ich die Gelegenheit, Herrn Abbas kennenzulernen – und durfte einige Tage bei seiner Familie in einem kleinen Dorf auf dem Land verbringen, ohne Strom und fließendes Wasser. Herr Abbas hatte im Jahr 2000 seinen ersten Mikrokredit über 500 US-Dollar erhalten, kaufte Land und begann, Kaffee anzubauen. Mit den Einnahmen konnte er seinen Kindern den Schulbesuch ermöglichen – denn sein größter Wunsch war es, ihnen durch Bildung eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Zwei seiner Kinder studierten damals bereits an der Universität in Kampala, die jüngste Tochter Fatima ging noch zur Grundschule. Diese Erfahrung hat mich tief bewegt. Sie hat mir gezeigt, wie viel Kraft in einem kleinen Kredit stecken kann – und wie positiv und nachhaltig die Wirkung von Mikrofinanz sein kann, wenn sie bei den richtigen Menschen ankommt.

In welchen Regionen der Welt seid ihr aktiv und welche Menschen werden durch die Investitionen des Fonds gefördert?
Das Kapital des IIV Mikrofinanzfonds fließt in erster Linie an Mikrofinanzinstitute in Entwicklungs- und Schwellenländern. Aktuell werden über 80 solcher Institute in mehr als 30 Ländern refinanziert. Fast die Hälfte des eingesetzten Kapitals geht an Partner in Südamerika, Zentralasien und Ostasien – mit Usbekistan, der Mongolei, Ecuador, Indien und Georgien als Top-5-Länder. Mikrokredite dienen dort vor allem dazu, einkommensschaffende Tätigkeiten zu fördern oder Menschen mit geringem Einkommen kurzfristig über finanzielle Engpässe hinwegzuhelfen. Genau darauf liegt auch der Hauptfokus des Fonds.
Wie stellt ihr sicher, dass die über den Fonds getätigten Investitionen tatsächlich einen nachhaltigen sozialen oder ökologischen Effekt haben?
Hinter dem IIV Mikrofinanzfonds steht ein klares soziales Ziel: Armut in ländlichen Regionen zu verringern, indem Kleinstunternehmer:innen Zugang zu Kapital erhalten. Ein spezialisiertes Team bei uns definiert und überwacht diesen sozialen Effekt. Um die Wirkung messbar zu machen, erheben wir quartalsweise sogenannte Sozialindikatoren – etwa, wie viele Endkreditnehmer:innen erreicht wurden und wie hoch der Anteil der Frauen darunter ist. Diese Daten vergleichen wir regelmäßig mit unseren früheren Kennzahlen, um Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls gegenzusteuern. Zusätzlich arbeiten wir mit sogenannten Proxy-Indikatoren, um abzuschätzen, welche weitergehenden Effekte erzielt werden konnten – etwa, wie viele Arbeitsplätze oder ob zusätzliches Einkommen durch die Mikrokredite entstanden sind, insbesondere für Frauen. So wollen wir sicherstellen, dass das Kapital nicht nur finanziell wirkt, sondern auch gesellschaftlich etwas bewegt.
Oft heißt es, nachhaltige Geldanlagen bringen weniger Rendite. Stimmt das – oder ist das ein Mythos?
Darauf gibt es keine einfache Antwort. Mikrofinanzfonds sind nicht für hohe finanzielle Renditen bekannt, sondern vor allem für soziale Wirkung. Mikrofinanzfonds werden daher oft als risikoarme Beimischung ins Portfolio genutzt. Studien zeigen, dass nachhaltiges Investieren die finanzielle Performance nicht negativ beeinflusst. Zudem gibt es zahlreiche Beispiele, bei denen nachhaltige Anlagen sogar sehr gut performen. Nachhaltige Unternehmen sind häufig besser auf langfristige Risiken wie Klimawandel oder Lieferkettenprobleme vorbereitet.
Was unterscheidet Invest in Visions von anderen Impact-Investing-Managern? Was macht euch besonders?
Invest in Visions unterscheidet sich von anderen Impact-Investment-Managern vor allem durch den klaren Fokus auf „Private Markets“, wie Mikrofinanz und die Finanzierung von Unternehmen in Subsahara-Afrika zur Förderung von Solarenergie. Mit dem IIV Mikrofinanzfonds haben wir eine Pionierrolle in Deutschland eingenommen: Bereits 2011 haben wir den ersten in Deutschland für Privatanleger zugelassenen Mikrofinanzfonds initiiert. Im Jahr 2025 folgte der nächste Meilenstein: der IIV Solar Electrification Debt ELTIF – der erste europäische Investmentfonds, der gezielt die netzunabhängige Energieversorgung in Subsahara-Afrika finanzieren soll.
Welchen Rat gibst du Menschen, die zum ersten Mal nachhaltig investieren möchten? Worauf sollten sie achten?
Grundsätzlich ist es wichtig, welche Werte für dich maßgeblich sind. Findest du dich im ökologischen Bereich wieder und möchtest z.B. gegen den Klimawandel, Verschmutzung der Meere, Biodiversität, etc. etwas tun, oder siehst du den sozialen Bereich als förderungswürdig an. Ich finde es wichtig, dass man sich mit der Investition identifizieren kann. Als nächstes würde ich schauen, ob das Produkt bzw. der Produktinitiator transparent Informationen zur Nachhaltigkeit, der Zielsetzung und der Wirkung angibt.