Die Innenseite eines Ars mit Tattoos: eines mit Schrift "Space", eines mit einer Rakete, eins mit einem roten Planeten
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5 Fakten zu SpaceX, die wirklich spannend sind

Der Börsengang von SpaceX zählt zu den größten Finanzereignissen des Jahres. Doch was steckt hinter der Rekordbewertung der Aktie?

Hinter dem Hype um Elon Musk steckt ein Unternehmen, das die Raumfahrt, das Internet und möglicherweise sogar den Mobilfunkmarkt verändert. Diese fünf Fakten zeigen, warum SpaceX aktuell weltweit für Schlagzeilen sorgt.

1. SpaceX hat Raketenstarts revolutioniert

Lange galt in der Raumfahrt eine einfache Regel: Nach dem Start landeten die teuersten Teile einer Rakete im Meer oder verglühten in der Atmosphäre. SpaceX entwickelte die Falcon-9-Rakete, mit der es dem Unternehmen erstmals gelang, Raketenstufen kontrolliert zu landen und mehrfach wiederzuverwenden. Heute gehören die spektakulären Landungen auf schwimmenden Plattformen oder an Land fast schon zum Alltag. Der wirtschaftliche Effekt ist enorm. Durch die Wiederverwendung sinken die Startkosten deutlich, gleichzeitig kann SpaceX häufiger starten als viele Wettbewerber.

2. Starlink könnte wertvoller werden als das Raumfahrtgeschäft selbst

Viele Menschen verbinden SpaceX vor allem mit Raketen. Tatsächlich entwickelt sich jedoch das Satelliteninternet Starlink immer stärker zum wirtschaftlichen Motor des Konzerns. Tausende Satelliten umkreisen bereits die Erde und versorgen Regionen mit Internet, die bislang nur schlecht oder gar nicht angebunden waren. Dazu zählen abgelegene Gebiete, Schiffe auf hoher See, Flugzeuge und Regionen mit schwacher Infrastruktur. Für SpaceX bedeutet das wiederkehrende Einnahmen und ein Geschäftsmodell, das deutlich weniger von einzelnen Raketenstarts abhängt.

3. SpaceX will den Mobilfunkmarkt verändern

Gemeinsam mit Mobilfunkpartnern arbeitet SpaceX daran, Smartphones direkt über Satelliten zu verbinden. Ziel ist es, Funklöcher zu schließen und selbst in abgelegenen Regionen Nachrichten, Telefonate oder mobile Datenverbindungen zu ermöglichen. Sollte sich diese Technologie durchsetzen, würde SpaceX nicht nur mit Satellitenanbietern konkurrieren, sondern auch klassische Mobilfunkunternehmen herausfordern.

4. Ohne SpaceX wird die Rückkehr zum Mond schwierig

Die US-Raumfahrtbehörde NASA setzt bei ihren Mondplänen auf SpaceX.

Für das Artemis-Programm entwickelt das Unternehmen eine spezielle Version des Starship-Raumschiffs, die Astronaut:innen von einer Mondumlaufbahn auf die Mondoberfläche bringen soll.

Gelingt das Vorhaben, wäre es die erste bemannte Mondlandung seit mehr als einem halben Jahrhundert. Damit übernimmt SpaceX eine Schlüsselrolle bei einem der wichtigsten Raumfahrtprojekte der Gegenwart.

5. Die meisten deutschen Anleger:innen werden die Aktie zunächst gar nicht bekommen

Der geplante Börsengang von SpaceX am 12. Juni 2026 könnte Geschichte schreiben. Mit einer angestrebten Bewertung von rund 1,75 Billionen US-Dollar wäre es einer der größten IPOs aller Zeiten. Der Ausgabepreis soll bei 135 US-Dollar je Aktie liegen.

Trotz des enormen Interesses dürfte es für viele deutsche Privatanleger:innen schwierig werden, die Aktie direkt zum Ausgabepreis zu erwerben. Die Zuteilungen laufen vor allem über ausgewählte US-Broker und die beteiligten Investmentbanken. Während Anleger:innen in den USA teilweise über Plattformen wie Fidelity, Robinhood oder Charles Schwab Zugang erhalten könnten, haben deutsche Anleger:innen in der Regel erst ab dem ersten Handelstag Zugriff auf die Aktie. Zu diesem Zeitpunkt kann der Kurs bereits deutlich über dem ursprünglichen Ausgabepreis liegen.

Interessant ist jedoch ein anderer Effekt: Selbst Anleger:innen, die niemals aktiv eine SpaceX-Aktie kaufen, könnten künftig indirekt beteiligt sein.

Aufgrund seiner enormen Größe gilt SpaceX bereits kurz nach dem Börsengang als Kandidat für verschiedene große Aktienindizes. Zwar wird das Unternehmen nach aktuellem Stand nicht sofort in den S&P 500 aufgenommen, weil dafür unter anderem Profitabilitätsanforderungen erfüllt werden müssen. Für andere Indizes von Nasdaq oder FTSE Russell könnte eine Aufnahme jedoch deutlich schneller erfolgen.

Das hätte direkte Folgen für Millionen ETF-Anleger. Denn sobald SpaceX in wichtige Indizes aufgenommen wird, müssen zahlreiche ETFs die Aktie automatisch kaufen. Anleger:innen, die beispielsweise breit gestreute US- oder Welt-ETFs besparen, könnten dadurch plötzlich SpaceX im Depot haben, ohne jemals eine Kauforder aufgegeben zu haben.

Genau deshalb beobachten nicht nur Raumfahrtfans den Börsengang mit Spannung. Die Entscheidung darüber, wann und in welchen Indizes SpaceX landet, könnte letztlich für deutlich mehr Menschen relevant werden als die Frage, wer am ersten Handelstag eine Aktie ergattern kann.

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© Marcus Witte
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