Finanziell gut aufgestellt zu sein bedeutet für jede etwas anderes. Genug gespart, genug verdient, genug Puffer für das Unerwartete? Weil viele immer noch nicht offen über Geld sprechen, hilft ein Blick in die Statistik. Die Deutsche Bundesbank hat die Daten erhoben, das Institut der deutschen Wirtschaft hat sie ausgewertet. Und sie zeigen klar: Beim Kontostand macht das Alter einen gewaltigen Unterschied.
Die Bundesbank hat für ihre Studie „Private Haushalte und ihre Finanzen“ (PHF) zwischen Mai 2023 und Februar 2024 knapp 4.000 Haushalte zu Ersparnissen, Immobilien, Wertpapieren und Schulden befragt. Das Ergebnis ist ein seltener Blick auf das, was die Deutschen wirklich besitzen.
Das mittlere Nettovermögen eines deutschen Haushalts lag 2023 bei 103.100 Euro.
Unter 35: Wer 17.300 Euro hat, liegt vorne
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Die Altersgruppe kurz vor der Rente hat im Schnitt am meisten. Wer hier zur reicheren Hälfte gehören will, braucht 241.100 Euro. Wer zu den oberen zehn Prozent zählen will, muss über eine Million auf den Tisch legen. Genauer: 1.061.200 Euro.
Die Eigentumsquote erreicht mit 56 Prozent in dieser Gruppe ihr Maximum. Das Eigenheim, oft über Jahrzehnte abbezahlt, macht zwischen 42 und knapp 50 Prozent des Bruttovermögens aus. Die Ungleichheit ist mit einem Gini von 0,63 am niedrigsten aller Altersgruppen. Das bedeutet: In dieser Lebensphase liegen die Menschen vermögensmäßig am nächsten beieinander.









