Birgit Amelung hält ihr neues Buch "Der Multi-Fokus-Effekt" in die Kamera
Eva Luise Hoppe

Multifokus statt Tunnelblick: Warum echter Fokus neu gedacht werden muss – und wie das geht!

In ihrem Buch "Der Multifokus-Effekt" macht Birgit Amelung klar, warum wir nicht weniger, sondern anders fokussieren müssen, und liefert vorab fünf konkrete Hacks, die unser Denken sofort verändern.

Fokus ist keine starre Formel. Er ist fluide. Er verändert sich mit deiner Lebensphase, deiner Energie, deinen Werten. Das echte Leben ist nicht monofokussiert. „Multifokus“ ist ein Fokus-Verständnis und Konzept, das zur Realität moderner, vielschichtiger Leben passt und alte Dogmen und Rollenbilder infrage stellt. Es bedeutet, sich nicht künstlich einzuschränken durch Tunnelblick und das Verharren in der eigenen Komfortzone, sondern bewusst und selbstbewusst mit der Vielfalt und Fülle umzugehen, die das Leben nun mal mit sich bringt. Entscheidend ist, dass du lernst, immer wieder neu zu navigieren und dir bewusst zu machen, was du brauchst, um deinen Alltag und deine Rollen mit möglichst viel Freude und Leichtigkeit zu leben.

1. Fokus beginnt nicht im Kalender, sondern bei den eigenen Werten

Viele Menschen versuchen, fokussierter zu werden, indem sie ihren Tag besser organisieren. Echter Fokus entsteht aber nicht durch Optimierung der To-do Liste, sondern durch innere Klarheit. Wer die eigenen Werte kennt, trifft leichter Entscheidungen, setzt klarere Prioritäten und verzettelt sich weniger im Außen. Denn je nachdem, was die zentralen Werte sind, verändert das automatisch, worauf wir Energie und Aufmerksamkeit lenken. Nehmen wir beispielsweise Gesundheit. Sport ist dann kein mühsames Extra, sondern eine feste Routine, die im Alltag selbstverständlich stattfindet. Deine Werte sind dein Kompass und das wichtigste Fundament für deinen Fokus. Tipp: Schreibe dir deine 3-5 Werte auf (wenn du deine Werte nicht kennst, kannst du sie z.B. meinem Wertekompass im Buch herausfinden) und prüfe ob und wann sie aktuell in deinem Leben stattfinden.

2. Mit der Fülle Freundschaft schließen

Wir hoffen immer darauf, dass das Leben „bald wieder ruhiger“ wird. Nur: Dieses Bald kommt meistens gar nicht. Das Leben bleibt voll. Genau deshalb entlastet es, nicht länger gegen diese Fülle zu kämpfen, sondern einen neuen Umgang mit ihr zu finden. Achtung: Multifokus bedeutet dabei nicht, alles gleichzeitig zu tun. Es bedeutet, anzuerkennen, dass unser Leben aus vielen Rollen, Themen und Anforderungen besteht und diese bewusst zu steuern. Es bedeutet auch, die Vielfalt als Ressource anzuerkennen. Denn laut einer Studie von den US-Autoren Karen Dillon und Rob Cross sind Menschen, die ein „multidimensionales“ Leben führen, resilienter. Tipp: Frage dich morgens nicht: Wie schaffe ich alles? Sondern: Wie schaffe ich heute das, was mir wirklich wichtig ist?

Birgit Amelung in einem hellblauen Rolli mit hellblauem Blazer
Foto: Eva Luise Hoppe

3. Plane dein ‚Bigger Picture’

Wenn wir Fokus nur kurzfristig denken, verlieren wir schnell den Überblick. Dann reagieren wir vor allem auf das, was gerade auf uns einprasselt und nicht auf das, was wirklich wichtig ist. Hier hilft es, mal rauszuzoomen: Welche Themen, Lebensbereiche und Ziele sollen in diesem Jahr Raum bekommen? Was ist beruflich dran, was privat, was gesundheitlich? Dieser Blick auf das große Ganze nimmt Druck raus, weil klar wird: Nicht alles muss sofort passieren. Manche Dinge brauchen jetzt Aufmerksamkeit, andere später. Genau darin liegt eine ruhigere Form von Fokus – nicht alles in eine Woche oder einen Monat pressen zu wollen, sondern bewusst über längere Zeiträume zu steuern.

Tipp: Nimm dir eine halbe Stunde Zeit und markiere in deinem Jahres-Kalender: 1. unverhandelbare Fixpunkte, 2. Crunch Times im Job, 3. Feste Termine für Erholung und Freundschaft / Beziehungen. So entsteht nicht nur mehr Überblick, sondern auch das gute Gefühl, das eigene Leben aktiv zu steuern.

4. Nimm dir Zeit für Langeweile

Klarheit braucht nicht nur Konzentration, sondern auch Leere. Wer jede freie Minute mit Input füllt, verliert oft den Zugang zu den eigenen Gedanken. Gerade kreative Ideen und innere Sortierung entstehen selten im größten Lärm, sondern im Raum dazwischen – beim Aus-dem-Fenster-Schauen, Spazieren, Duschen, Nichtstun. In meinem Buch beschreibe ich diese Räume als wichtige Voraussetzung für Flow und Fokus. Langeweile ist deshalb kein Zeichen von Unproduktivität, sondern oft der Moment, in dem sich innerlich etwas neu ordnet. Wer sich diese kleinen ‚leeren‘ Räume erlaubt, wird oft nicht nur kreativer, sondern auch ruhiger, klarer und präsenter. Tipp: Verbringe jeden Tag ein paar Minuten ganz bewusst ohne Input – kein Scrollen, keinen Podcast, keine Emails. Unser Gehirn darf kurz durchatmen und genau dann entstehen oft die besten Gedanken.

5. Nutze bewusst einen Multifokus-Shift

Oft bleiben wir viel zu lange gedanklich in einer Situation hängen – in einer Absage, einem Konflikt oder einem stressigen Morgen. Genau hier kann ein bewusster Multifokus-Shift helfen. Damit meine ich: die Fähigkeit, die eigene Energie aktiv in einen anderen Lebensbereich zu lenken, statt sich weiter im Gedankenstrudel festzubeißen. Ein stressiger Arbeitstag muss nicht den ganzen Abend bestimmen. Ein frustrierendes Meeting muss nicht automatisch den kompletten Tag ruinieren. Tipp: Oft hilft es, ganz bewusst in einen anderen Bereich zu wechseln. Eine Runde Joggen, Spielzeit mit den Kindern, ein kreatives Projekt, ein gutes Gespräch mit der Freundin. Nicht als Verdrängung, sondern als Form von Selbstführung. Genau darin liegt eine große Kraft des Multifokus: Wir können unseren inneren Fokusmix selbst steuern und aktiv verändern.

Radikal neue Perspektive auf Fokus

Birgit Amelung ist ein Multitalent: Unternehmerin, Beraterin, Speakerin und Podcasterin. Außerdem hat sie das Frauen-Netzwerk The HER KLUB mitgegründet und ist Co-Host des Podcasts CONNECT TO GROW. Ihr erstes Buch, „Der Multifokus-Effekt“, erscheint am 16. April im GABAL Verlag und versteht sich als Einladung, das Leben neu zu denken.
Hier kannst du es vorbestellen.

Buchcover "Der Multifokus-Effekt" von Birgit Amelung

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