Junge, dunkelgaarige Frau zwinkert in die Kamera, der Mund ist offen
Mert Coşkun / Pexels

Krypto-Special: So funktionieren Bitcoin, Ethereum und Co.

Für viele Anleger:innen ist Krypto immer noch schwer greifbar. Unser Special bündelt die wichtigsten Grundlagen, ordnet aktuelle Entwicklungen ein. Außerdem: Wie du Kryptowährungen kaufen kannst, welche Rolle Wallets spielen und worauf du bei der sicheren Aufbewahrung achten solltest.

Krypto-Wissen: Grundlagen, Chancen und Risiken einfach erklärt

Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum haben sich in den letzten Jahren von einer Nischenerscheinung zu einer ernstzunehmenden Anlageklasse entwickelt. Gleichzeitig haben wir krasse Ups und Downs gesehen. Wer in Krypto investieren möchte, sollte unbedingt die wichtigsten Grundlagen verstehen. Mit unserem Guide kannst du dein Krypto-Wissen aufpimpen. Ideal für Einsteiger:innen, die Kryptowährungen verstehen und erste Investitionsentscheidungen treffen möchten.

Was sind Kryptowährungen?

Kryptowährungen sind digitale Vermögenswerte, die auf der sogenannten Blockchain basieren. Diese Technologie ermöglicht es, Transaktionen sicher, transparent und ohne zentrale Instanz abzuwickeln. Anders als bei klassischen Währungen gibt es keine Bank oder Regierung, die den Markt kontrolliert. Bekannte Kryptowährungen sind unter anderem Bitcoin und Ethereum, die unterschiedliche Anwendungsbereiche und Technologien nutzen.

Nicht jede Kryptowährung funktioniert gleich, und genau deshalb lohnt es sich, die wichtigsten Unterschiede zu kennen. Bitcoin gilt vor allem als digitales Knappheits-Asset und wird häufig mit „digitalem Gold“ verglichen. Ethereum dagegen ist eher eine technische Plattform, auf der Anwendungen wie Smart Contracts oder digitale Finanzdienste laufen. Stablecoins wie USDC oder USDT sollen möglichst stabil bleiben und sind meist an klassische Währungen wie den US-Dollar gekoppelt. Meme-Coins entstehen oft aus Internet-Hypes oder Community-Trends und sind besonders spekulativ. Dazu kommen tausende weitere Projekte mit sehr unterschiedlichen Ideen und Qualitätsstandards. Wichtig zu wissen: Nicht jede Kryptowährung hat langfristig einen echten Nutzen. Viele Projekte verschwinden wieder oder verlieren stark an Wert. Gerade für Einsteiger:innen lohnt es sich deshalb, genau zu verstehen, wofür ein Coin eigentlich gedacht ist.

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Wie funktioniert die Blockchain?

Die Blockchain ist ein dezentrales Register, in dem alle Transaktionen gespeichert werden. Jeder neue Eintrag wird in einem Block zusammengefasst und an die bestehende Kette angehängt. Dadurch entsteht ein fälschungssicheres System, das Transaktionen ermöglicht, ohne dass eine zentrale Instanz wie eine Bank benötigt wird, da ein weltweites Netzwerk die Vorgänge überprüft. Die zugrunde liegende Blockchain gilt als besonders sicher, da jede Transaktion von vielen Teilnehmer:innen im Netzwerk überprüft wird.

Wie kann man Kryptowährungen kaufen?

Kryptowährungen lassen sich heute einfach über Online-Plattformen und Broker erwerben. Der Kauf erfolgt meist über spezielle Krypto-Börsen, auf denen Nutzer:innen digitale Währungen handeln können. Zu den bekanntesten Anbietern gehören unter anderem Bitcoin2Go oder Bitpanda.

Für den Einstieg sind nur wenige Schritte notwendig: Konto erstellen, Identität verifizieren, Geld einzahlen und die gewünschte Kryptowährung auswählen. Dennoch sollten Anleger:innen vor dem Kauf die Gebühren, Sicherheitsmaßnahmen und Verwahrmöglichkeiten genau prüfen.

Chancen von Krypto-Investments

Kryptowährungen bieten Anleger:innen interessante Möglichkeiten:

Hohe Renditechancen: Starke Kursanstiege sind möglich, insbesondere bei etablierten Coins wie Bitcoin.

Diversifikation: Krypto kann eine Ergänzung zu Aktien oder ETFs sein.

Innovation: Neue Technologien wie Smart Contracts eröffnen zusätzliche Anwendungsfelder. Besonders Technologien wie sogenannte Smart Contracts – etwa im Umfeld von Ethereum – treiben die Weiterentwicklung des Kryptomarktes voran.

Es gibt auch Risiken, die du kennen solltest:

    • Hohe Volatilität: Kurse können stark schwanken.
    • Regulatorische Unsicherheit: Gesetzliche Rahmenbedingungen für Krypto-Assets entwickeln sich ständig weiter und können sich je nach Land unterscheiden.
    • Sicherheitsrisiken:: Verluste entstehen häufig durch gehackte Handelsplattformen, Betrugsversuche oder Phishing-Angriffe, weniger durch die Blockchain-Technologie selbst.
    • Verwahrung über Plattformen: Beim Kauf über Anbieter wie Bitpanda werden Kryptowährungen häufig durch den Anbieter verwahrt. Das erleichtert den Einstieg, bedeutet jedoch auch, dass Nutzer:innen nicht die vollständige Kontrolle über ihre privaten Schlüssel haben. Für Einsteiger:innen ist diese Lösung komfortabel, während erfahrene Anleger:innen oft auf eigene Wallets setzen, um ihre Coins selbst zu sichern.
    • Ein zusätzlicher wichtiger Aspekt ist die Eigenverantwortung: Wer Kryptowährungen selbst verwahrt, trägt die volle Verantwortung für den Zugang. Gehen private Schlüssel verloren, kann der Zugriff auf die eigenen Assets dauerhaft unmöglich werden.

Steuern auf Kryptogewinne?

Für Privatpersonen gilt in Deutschland aktuell grundsätzlich: Gewinne aus dem Verkauf von Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ether können steuerfrei sein, wenn zwischen Kauf und Verkauf mehr als ein Jahr liegt. Erfolgt der Verkauf innerhalb eines Jahres, gelten Kryptowährungen in der Regel als privates Veräußerungsgeschäft. Gewinne bleiben dabei bis zu einer Freigrenze von 1.000 Euro pro Jahr steuerfrei. Wird diese Grenze überschritten, ist der gesamte Gewinn steuerpflichtig. Maßgeblich sind die Vorgaben des Bundesfinanzministeriums (BMF) und die individuelle steuerliche Situation.

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Was ist eine Krypto-Wallet?

Eine Krypto-Wallet ist eine digitale Geldbörse, in der private Schlüssel gespeichert werden. Diese Schlüssel sind notwendig, um auf Kryptowährungen zugreifen und Transaktionen durchführen zu können. Grundsätzlich wird zwischen Online-Wallets (z. B. bei Plattformen) und sogenannten Hardware-Wallets unterschieden, die als besonders sicher gelten.

Kryptowährungen für den Vermögensaufbau

Inwieweit eignen sich Kryptowährungen als Baustein für den langfristigen Vermögensaufbau von Kindern? Und wie erklären wir den Kids die digitalen Währungen? Krypto-Expertin Svenja Zitzer schreibt in ihrer Kolumne „She goes Crypto“, wie Eltern Bitcoin & Co. verständlich erklären.

Krypto in der Krise?

Krisen gehören auch im Kryptomarkt dazu. Starke Kurseinbrüche bei Bitcoin haben gezeigt, wie schnell sich Marktbedingungen verändern können. Typische Auslöser für eine Krypto-Krise sind:

Marktüberhitzung: Starke Kursanstiege führen häufig zu spekulativen Blasen

Regulatorische Eingriffe: Neue Gesetze können den Handel oder bestimmte Geschäftsmodelle einschränken

Vertrauensverlust: Skandale, Insolvenzen oder Sicherheitsprobleme erschüttern den Markt

Für Anleger:innen bedeutet das: Wer in Kryptowährungen investiert, sollte langfristig denken und sich auf Schwankungen einstellen. Eine breite Diversifikation, ein bewusster Umgang mit Risiken und die sichere Verwahrung der eigenen Assets sind entscheidend, um auch in turbulenten Marktphasen handlungsfähig zu bleiben. 

Ganz klar: Kryptowährungen bieten spannende Chancen, sind jedoch mit Risiken verbunden. Wer sich intensiv mit den Grundlagen beschäftigt, auf Sicherheit achtet und nur einen Teil seines Kapitals investiert, kann Krypto sinnvoll als Ergänzung im Portfolio nutzen. Für die meisten Einsteiger:innen reichen Klassiker wie Bitcoin und Ethereum völlig aus. Tausende kleinere Coins sind hochspekulativ und oft kaum nachvollziehbar.Zum Start gilt: Wissen aufbauen, vorsichtig loslegen und langfristig denken.

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