Ein alter Tresorraum mit Schließfächern, von denen eines herausgezogen ist.
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Ist Cyber-Security eine sichere Bank für Anleger:innen?

Cyberkriminalität boomt und mit ihr der Markt für IT-Sicherheit. Unternehmen investieren Milliarden in Schutzsoftware und digitale Abwehrsysteme. Davon profitieren auch Cybersecurity-Aktien.

Technisch auf Nummer sicher gehen

Die Digitalisierung beflügelt unsere Gesellschaft, aber macht sie auch angreifbar – für Hacks, Datenschutzverletzungen und Schadsoftware. Das ist die große Chance für Cybersecurity-Unternehmen. Aber sind die auch eine sichere Bank für Anleger:innen?

Cyberangriffe sind teuer – für die Betroffenen: 2025 wurden bei deutschen Unternehmen so Schäden von 179 Milliarden Euro verursacht. Unter den gemeldeten Vorfällen ist das Spektrum groß. Es reicht von Phishing-E-Mails über Ransomware-Angriffe – bei denen für verschlüsselte Unternehmensdaten Lösegeld verlangt wird – bis hin zu Bedrohungen der nationalen Stromversorgung.

Das beflügelt natürlich die Nachfrage nach Sicherheitslösungen im virtuellen Raum – etwa für mobile Geräte, Netzwerke, Clouds oder Endgeräte – und damit auch die Unternehmen, die diese anbieten. Denn auch Software, sensible Daten und Unternehmensprozesse müssen geschützt werden.

So ist Cybersecurity – obwohl der Digitalisierung folgend – längst selbst ein Megatrend. Prognosen zufolge sollen die Umsätze in diesem Markt bis 2032 auf mehr als 562 Milliarden US-Dollar steigen, was einem Wachstum von rund 14 Prozent pro Jahr entspricht.

Wachstumschancen sieht man besonders in Branchen mit sensiblen Daten, etwa der Finanzwirtschaft und dem Gesundheitswesen. Aber auch die automatisierte Fertigung treibt den Markt.

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Die Big Player

Werte sicher verwahren? Wer in Cybersecurity investiert, setzt meist stärker auf Wachstum als auf Sicherheit. Derzeit dominieren US-Tech-Unternehmen die Cybersecurity-Branche aufgrund ihrer großen Produktportfolios – wobei jedes Subsegment seine Spezialisten hat: Palo Alto Networks zählt im Bereich Netzwerk- und Cloud-Sicherheit zu den führenden Anbietern. Fortinet, ein Firewall-Spezialist, schützt Netzwerke. CrowdStrike ist ein innovativer Anbieter im Bereich Endgeräteschutz und Echtzeitüberwachung. Das israelische Unternehmen CyberArk fokussiert sich stark auf Identitätsmanagement. Wer bekannte Techgrößen sucht, wird ebenfalls fündig: Microsoft ist durch die Integration von Sicherheitslösungen in das MS-Office-Paket ebenfalls ein relevanter Player.

Sicherheit der Zukunft

Generell profitiert die Branche von einem wachsenden Sicherheitsbewusstsein, höherem regulatorischem Druck sowie zunehmenden Bedrohungen.

Zudem erhöhen Künstliche Intelligenz und die Vernetzung über das Internet of Things (IoT) die Risiken – und damit auch die Nachfrage nach modernen Sicherheitslösungen.

Expert:innen erwarten die höchsten Wachstumsraten im Cloud-Computing und bei Sicherheitssoftware, getrieben durch den Wechsel von lokalen Servern und Rechenzentren hin zu Cloud-Lösungen.

Techwerte bedeuten Risiko

Man kann es nicht oft genug betonen: Techaktien bieten Wachstumspotenzial, sind aber keine Selbstläufer.

Sie gelten als:

    • schwankungsanfällig
    • teilweise sehr hoch bewertet
    • entsprechend risikoreich

Der Sektor ist stark von technologischer Innovation abhängig. Unternehmen, die nicht Schritt halten, verlieren schnell Marktanteile.

Wer sein Cybersecurity-Investment breiter streuen möchte, kann ETFs oder Fonds nutzen. Doch Vorsicht: Durch den starken US-Fokus vieler Produkte können Klumpenrisiken entstehen.

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© Marcus Witte
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