Zwei indonesische Frauen mit Helm und Brille, die offenbar auf einem Motorroller sitzen
Invest in Visions

Wenn Frauen wachsen, wächst ein Land: Indonesiens stille Revolution

Mikrofinanz kann weit mehr sein als ein Finanzinstrument: Sie eröffnet Frauen wirtschaftliche Chancen und stärkt ganze Volkswirtschaften. Indonesien zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial entsteht, wenn Kapital gezielt Unternehmerinnen erreicht.

Werbung: in Kooperation mit Invest in Visions

Der Weltfrauentag am 8. März erinnert uns jedes Jahr daran, wie viel Frauen bewegen – und wie wichtig gleiche Chancen sind. Nicht nur bei Bildung, Gesundheit oder politischer Teilhabe, sondern auch beim Zugang zu Geld. Denn finanzielle Unabhängigkeit ist eine der nötigsten Voraussetzungen für Selbstbestimmung. Und hier ist es wichtig über den europäischen Tellerrand hinauszuschauen. Denn Frauen brauchen andere Frauen weltweit. Beispielweise zeigt ein Blick nach Indonesien: Wenn Geld in die Hände von Unternehmerinnen kommt, entsteht echte Veränderung – für Familien und ganze Gemeinschaften.

Über 17.000 Inseln, fast 290 Millionen Einwohner:innen und eine der jüngsten Bevölkerungen der Welt: Indonesien ist ein Land der Gegensätze – und der Chancen. Zwischen traditionellem Handel, rasant wachsender Urbanisierung und digitaler Innovation spielt ein Finanzinstrument eine zentrale Rolle für Millionen von Frauen: Mikrofinanz.

Eine indonesische Frau mit Kopftuch steht vor einem Marktstand
Mikrofinanz ermöglicht vielen Frauen den Aufbau eigener Geschäfte und schafft wirtschaftliche Perspektiven für Familien und Gemeinden.

Indonesiens Bevölkerung jung und dynamisch– aber wohin mit dieser Energy?

Mit einem Durchschnittsalter von rund 30 Jahren betreten jedes Jahr 2 bis 3 Millionen junge Menschen neu den Arbeitsmarkt. Diese sogenannte demografische Dividende bietet enormes Wachstumspotenzial – stellt Indonesien aber auch vor eine große Aufgabe: Es braucht Arbeitsplätze, Einkommen und Zugang zu Kapital. Genau hier setzt Mikrofinanz an.

Mikrofinanz: Rückgrat der finanziellen Inklusion

Mikrofinanz beschreibt die Vergabe von Kleinkrediten über spezialisierte Mikrofinanzinstitute an einkommensschwache Menschen. Dieses Konzept ermöglicht vielen Menschen, kleine Unternehmen zu gründen oder bestehende auszubauen und kann somit zur Armutsbekämpfung und wirtschaftlichen Entwicklung beitragen. Indonesien gilt dabei als einer der bedeutendsten Mikrofinanzmärkte weltweit. Millionen von Kleinstunternehmer:innen, Kleinbäuer:innen und informell Beschäftigte sind auf kleine Kredite angewiesen, um wichtige Investitionen zu leisten– vor allem in ländlichen Regionen. Doch gerade dort sind klassische Banken oft weniger präsent. Aus diesem Grund besitzen auch gerade mal 30 bis 40 Prozent der Bevölkerung ein eignes klassisches Bankkonto, die Smartphone-Nutzung und mobile banking sind jedoch weit verbreitet.
Kein Wunder also, dass Indonesien auch zu den am schnellsten wachsenden Fintech-Märkten zählt. Digitale Kredite und Mobile Banking ergänzen heute klassische Mikrofinanzmodelle – mit Chancen, aber auch neuen Risiken.

Frauen in Indonesien: Wirtschaftlich aktiv, finanziell ausgebremst

Frauen sind in Indonesien wirtschaftlich aktiv: Die Erwerbsquote liegt bei rund 53 Prozent – vergleichbar mit Deutschland (rund 56 Prozent) und deutlich höher als in Indien (33 Prozent).

Gleichzeitig arbeiten Frauen überproportional häufig im informellen Sektor. Studien zeigen: 64 Prozent der informell Beschäftigten sind Frauen – viele in der Landwirtschaft oder in ländlichen Regionen. Ihr Zugang zu formalen Krediten, Versicherungen und sozialer Absicherung ist oft stark eingeschränkt. Mikrofinanz schließt genau diese Lücke.

Mikrofinanz von Frauen – für Frauen

Mikrokredite werden über spezialisierte Mikrofinanzinstitute an einkommensschwache Menschen vergeben. Ein besonders eindrucksvolles Beispiel für ein solches Institut ist PT Mitra Bisnis Keluarga Ventura, kurz MBK Ventura. Das Institut betreut rund 1,7 Millionen Kundinnen – ausschließlich selbstständige Frauen, viele von ihnen Tagelöhnerinnen mit einem durchschnittlichen Tagesverdienst von etwa zwei Euro.
MBK Ventura orientiert sich am gruppenbasierten Kreditmodell des ersten offiziellen Mikrofinanzinstituts der Grameen Bank, gegründet von Muhammad Yunus. Frauen aus derselben Nachbarschaft schließen sich zu Kreditgruppen zusammen, haften gemeinsam und unterstützen sich gegenseitig. Ergänzt wird die Kreditvergabe durch verpflichtende Schulungen in Finanzwissen und eine enge persönliche Betreuung – ausschließlich durch weibliche Kundenbetreuerinnen.

Verantwortungsvolle Betreuung ist unverzichtbar

Bevor ein Kredit ausgezahlt wird, durchlaufen die Kundinnen einen sorgfältigen Prüfprozess – inklusive persönlicher Besuche im Geschäftsumfeld. Die Auszahlung erfolgt transparent und persönlich, in bar und im Beisein der gesamten Gruppe. Jede Kundenbetreuerin begleitet „ihre“ Gruppen über den gesamten Kreditzyklus hinweg.

Für seine hohen Standards im Kundenschutz wurde MBK Ventura bereits 2014 zertifiziert und hat im aktuellen CERISE+SPTF Client Protection Pathway den Gold-Status erreicht. Auch intern lebt das Institut Gleichberechtigung: Der Frauenanteil in Management- und Führungspositionen ist überdurchschnittlich hoch.
Genau solche Institute finanziert der IIV Mikrofinanzfonds, verwaltet von Invest in Visions. Der Fonds stellt verantwortungsvoll arbeitenden Mikrofinanzinstituten Kapital zur Verfügung – und macht diese Wirkung für deutsche Anleger:innen investierbar.

So funktioniert Investieren mit Sinn

Mit einer jungen Bevölkerung, einem großen informellen Sektor und Millionen von Kleinstunternehmen bleibt Mikrofinanz in Indonesien ein entscheidender Motor für wirtschaftliche Teilhabe – insbesondere für Frauen. Sie stärkt Einkommen, erhöht die Widerstandsfähigkeit von Haushalten und schafft Perspektiven dort, wo klassische Finanzsysteme an ihre Grenzen stoßen.
Für Anlegerinnen, die sich für Impact, Stabilität und gesellschaftliche Wirkung interessieren, zeigt Indonesien eindrucksvoll: Finanzen können mehr sein als Zahlen. Sie können Leben verändern.

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