Bares statt Balast
Erst aussortieren, dann verkaufen: Was lohnt sich wirklich?
Verborgene Schätze
Diese 7 Dinge solltest du beim Ausmisten genauer ansehen
1. LEGO und alte Spielzeugsets
Besonders vollständige LEGO-Sets, Minifiguren, Playmobil-Sondereditionen und gesuchte Brettspiele können interessant sein. Prüfe die genaue Setnummer und suche nach tatsächlich verkauften Exemplaren. Fehlende Teile unbedingt angeben.
2. Geschirr und Designklassiker
Alte Serien von Villeroy & Boch, Rosenthal oder Arzberg können begehrt sein, vor allem wenn jemand sein vorhandenes Service ergänzen möchte. Herstellerstempel, Serienname und Zustand entscheiden über den Preis. Auch einzelne Ersatzteile wie Deckel oder Untertassen können Abnehmer finden.
3. Hochwertige Taschen und Accessoires
Gut erhaltene Designerhandtaschen, Seidentücher oder Ledergürtel können sich einzeln lohnen. Bei Luxusartikeln sind Kaufbelege, Seriennummern und Echtheitsnachweise wichtig. Bei unbekannten Marken zählt eher der Zustand als der ursprüngliche Ladenpreis.
4. Alte Digitalkameras und Technik
Nicht jede alte Kamera ist Elektroschrott. Bestimmte Kompaktkameras, Objektive und Audiogeräte finden weiterhin Käufer:innen. Vor dem Verkauf Modellnummer, Funktionsfähigkeit, Akku und Zubehör prüfen.
5. Kinderkleidung und Outdoor-Ausrüstung
Marken-Regenjacken, Winteroveralls, Gummistiefel und hochwertige Kinderkleidung sind gute Kandidaten. Praktisch sind nach Größe und Saison sortierte Pakete. Bei sicherheitsrelevanten Produkten wie Autokindersitzen ist besondere Vorsicht geboten.
6. Kleinmöbel und Leuchten
Ein Beistelltisch aus Massivholz, eine ältere Markenleuchte oder ein guter Bürostuhl sind oft zu schade für den Sperrmüll. Originalhersteller und Maße sind wichtiger als Beschreibungen wie „Vintage-Schätzchen“. Bei sperrigen Stücken ist Abholung meist am einfachsten.
7. Hobby- und Sportausrüstung
Effektpedale für Gitarren, Nähmaschinen, Werkzeug, hochwertige Wanderrucksäcke oder Sportgeräte können einen guten Wiederverkaufswert haben. Suche gezielt nach Modell und Baujahr statt nur nach der Produktkategorie.
Tipp für den richtigen Preis: Bevor du etwas für fünf Euro anbietest, recherchiere nach der exakten Modellbezeichnung oder Artikelnummer. Auf eBay kannst du nach verkauften Angeboten filtern. So erkennst du, was Käufer:innen tatsächlich bezahlt haben, statt dich an unrealistischen Wunschpreisen zu orientieren.
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Vinted: Gut für Kleidung, die noch jemand tragen möchte
Eine kaum getragene Jeans, ein hochwertiger Wollpullover oder die Lederjacke aus einem früheren Leben: Vinted ist für viele Kleidungsstücke eine naheliegende Adresse. Das Einstellen ist kostenlos, ebenso fällt laut Vinted keine reguläre Verkaufsgebühr an. Kostenpflichtige Zusatzfunktionen sind optional.
Besonders gut lassen sich dort Artikel präsentieren, deren Marke, Größe und Zustand eindeutig sind. Fotografiere Kleidung bei Tageslicht, gib die Maße an und zeige eventuelle Gebrauchsspuren. Bei unbekannteren Marken kann ein attraktiver Paketpreis mehr bringen als fünf einzelne Inserate.
Kleinanzeigen: Die erste Adresse für alles, was sperrig ist
Ein Sideboard, das du selbst kaum noch ansehen magst, könnte jemand anderem gerade noch gefehlt haben. Kleinanzeigen ist besonders praktisch, wenn sich der Versand nicht lohnt. Das gilt für Möbel, Lampen, Pflanzenkübel, Küchengeräte oder Kinderfahrzeuge.
Praxis-Tipp: Schreib am besten gleich ins Inserat, ob der Artikel zerlegt werden kann, in welchem Stockwerk er steht und ob beim Tragen geholfen werden muss. Das erspart endlose Nachrichten.
Tuning-Tipp: Verkaufe nicht bloß einen Esstisch. Fotografiere ihn aufgebaut, mit Stühlen und einer coolen Tischdekoration. So lassen sich Maße und Wirkung besser einschätzen. Wichtig: Die Bilder (oder der Text) müssen klar zeigen, was tatsächlich zum Angebot gehört.
eBay: Besonders interessant für Sammlerstücke
Wer eine ältere Kamera, seltene Schallplatten, Modellautos oder Ersatzteile verkaufen möchte, sollte eBay prüfen. Bei vielen Artikeln ist die genaue Bezeichnung wichtiger als ein schönes Foto.
Private Verkäufe sind auf eBay.de grundsätzlich ohne Verkaufsprovision möglich, wobei Sonderleistungen und bestimmte Konstellationen zusätzliche Kosten verursachen können.
Tipp: Bei Sammlerstücken kann eine Auktion sinnvoll sein, wenn genügend Nachfrage besteht. Bei Artikeln mit gut recherchierbarem Marktpreis ist ein Festpreisangebot häufig die kontrollierbarere Wahl. Vergleiche vorab mindestens fünf ähnliche, tatsächlich verkaufte Artikel und berücksichtige deren Zustand.
momox und rebuy: Geld verdienen ohne Preisverhandlungen
Du hast 30 Bücher aussortiert, aber keine Lust auf 30 einzelne Verkäufe? Dann lohnt sich ein Blick auf Ankaufsportale. Bei momox kannst du beispielsweise Bücher über ihre ISBN erfassen und erhältst ein Ankaufsangebot. Auch für bestimmte Kleidungsstücke gibt es einen Festpreisankauf.
Beim Kleidungsankauf übernimmt momox laut eigenen Angaben die Versandkosten. Abgelehnte Kleidungsstücke zurückzuerhalten, kann allerdings Geld kosten; der Anbieter nennt dafür eine Rücksendegebühr.
Für Smartphones, Tablets oder andere Elektronik lohnt es sich, Angebote verschiedener Ankäufer zu vergleichen. Bei der Zustandsprüfung kann der endgültige Preis vom zunächst angebotenen Betrag abweichen.
Tipp: Teste dieselben Bücher beziehungsweise dasselbe Gerätemodell bei mehreren Anbietern. Schon bei einer kleinen Sammlung können unterschiedliche Ankaufspreise einen merklichen Unterschied machen. Und: Verkaufe Bücher möglichst gesammelt, damit sich der Aufwand lohnt.
Sellpy: Für alle, die vor allem Platz schaffen wollen
Bei Sellpy gibst du geeignete Artikel zur Weitervermarktung ab. Der Dienst übernimmt unter anderem Fotos, Inserate, Kundenkontakt und Versand. Das klingt verlockend, hat aber seinen Preis. Bei einem Verkaufspreis von 50 Euro und einem Verkäuferanteil von 40 Prozent bleiben zunächst 20 Euro. Zieht man eine Anzeigengebühr von 1,20 Euro ab, ergibt das 18,80 Euro. Das ist ein Rechenbeispiel nach dem aktuellen Gebührenmodell. Die Konditionen solltest du vor Veröffentlichung erneut prüfen.
Auch die Wartezeit ist zu beachten. Sellpy kann deutlich länger brauchen als ein Direktverkauf. Für hochwertige Einzelstücke, bei denen du möglichst viel Geld herausholen möchtest, wäre Sellpy deshalb nicht unsere erste Wahl.
Tipps, mit denen du mehr aus deinen Verkäufen herausholst
- Verkaufe antizyklisch beim Ausmisten, aber saisonal beim Einstellen
Den Kleiderschrank kannst du jederzeit sortieren. Verkaufen solltest du möglichst dann, wenn die Nachfrage da ist. Winterjacken sind im Herbst interessanter als im Mai, Sandalen im Frühjahr. Karnevalskostüme oder Skiausrüstung haben ebenfalls ihre Saison. - Mach gute Fotos
Ein gutes Verkaufsfoto zeigt den Gegenstand vollständig, bei neutralem Licht und ohne störenden Hintergrund. Ergänze Bilder von Etikett, Modellnummer, Material und Gebrauchsspuren. Bei Möbeln gehört ein Foto mit nachvollziehbaren Größenverhältnissen dazu. - Fakten statt Superlative
„Wunderschöne Tasche, kaum getragen“ sagt wenig aus. „Lederhandtasche, 28 × 20 cm, schwarzes Innenfutter, leichte Abriebspuren an den Ecken“ beantwortet gleich mehrere Fragen. Bei Kleidung helfen Materialzusammensetzung und Maße. Bei Elektronik gehören Speichergröße, Akkuzustand und Zubehör dazu.









